Erschöpfung & innere Leere
Nach außen funktionierst du weiter. Du bist für andere da und
erledigst, was erledigt werden muss. Doch innerlich fühlst du dich
müde, überlastet, leer oder weit weg von dir selbst.
Diese Art von Erschöpfung verschwindet meist nicht nach einem freien
Wochenende. Häufig entsteht sie dort, wo über lange Zeit mehr
getragen wurde, als eigentlich möglich war - und wo Gefühle,
Bedürfnisse oder belastende Erfahrungen immer wieder in den
Hintergrund gerückt sind.
Gemeinsam gehen wir den Belastungen auf den Grund, die dir schon
lange Kraft rauben. Oft zeigt sich genau dort, warum sich selbst
kleine Dinge irgendwann so schwer anfühlen - und weshalb die
Erschöpfung bis heute geblieben ist.
Anspannung & innere Unruhe
Auch wenn die belastende Zeit längst vorbei ist, fällt es manchen
Menschen schwer, wirklich abzuschalten. Der Alltag läuft weiter,
doch der Körper bleibt angespannt und findet nur schwer in die
Ruhe zurück.
Manchmal bleibt das Nervensystem in Alarmbereitschaft, obwohl die
eigentliche Belastung längst vorbei ist. Es hat gelernt, aufmerksam
zu bleiben, weil das einmal wichtig war.
Im Mittelpunkt steht nicht nur Entspannung, sondern das Gefühl von
Sicherheit. Wenn dein Körper wieder zwischen früheren Erfahrungen
und dem Hier und Jetzt unterscheiden kann, wird echte Ruhe oft
überhaupt erst möglich.
Ängste & kreisende Gedanken
Angst kann sich ganz unterschiedlich zeigen. Manchmal ist sie
plötzlich da, manchmal begleitet sie dich schon lange. Vielleicht
kreisen deine Gedanken immer wieder um dieselben Themen, spielen
Situationen unzählige Male durch oder suchen ständig nach einer
Lösung - und trotzdem kehrt keine wirkliche Ruhe ein.
Angst und Grübeln sind oft nicht das eigentliche Problem, sondern
ein Hinweis darauf, dass etwas im Inneren gesehen, verstanden und
verarbeitet werden möchte. Sie versuchen, auf etwas aufmerksam zu
machen, das häufig schon viel länger besteht als die Situation, in
der sie auftreten.
Statt ausschließlich die Symptome zu beruhigen, geht es darum, den
Ursprung dieser Reaktionen zu erkennen. Denn häufig beginnt genau
dort die eigentliche Veränderung.
Psychosomatische Beschwerden
Körperliche Beschwerden können viele Ursachen haben. Manchmal zeigt
der Körper etwas, obwohl medizinisch keine ausreichende Erklärung
gefunden wird. Manchmal ist auch bereits klar, dass seelische
Belastungen eine Rolle spielen - und trotzdem bleiben die
Beschwerden bestehen.
Für mich bedeutet das nicht, dass "alles nur psychisch" ist. Mich
interessiert vielmehr, was dein Körper ausdrücken möchte. Manchmal
zeigt er etwas, wofür es bisher noch keine Worte gab.
Körper und Seele lassen sich nicht voneinander trennen. Beides darf
in der Therapie seinen Platz haben, damit die Zusammenhänge hinter
den Beschwerden sichtbar werden können.
Selbstwert & Selbstzweifel
Nicht gut genug. Zu viel. Zu wenig. Vielleicht begleiten dich solche
Gedanken schon lange oder sie tauchen immer wieder in bestimmten
Situationen auf.
Unser Selbstwert entwickelt sich aus den Erfahrungen, die wir im
Laufe unseres Lebens machen. Oft übernehmen wir Überzeugungen über
uns selbst, ohne sie jemals bewusst zu hinterfragen.
Es geht nicht darum, dir einzureden, dass du wertvoll bist. Viel
wichtiger ist es, den Erfahrungen auf den Grund zu gehen, aus denen
diese Zweifel entstanden sind. So kann ein freundlicherer Blick auf
dich selbst wachsen.
Wiederkehrende Muster
Kennst du das Gefühl, dir fest vorzunehmen, diesmal anders zu
reagieren - und am Ende passiert doch wieder dasselbe? Dieselben
Konflikte, dieselben Beziehungen oder dieselben Zweifel.
Solche Muster entstehen nicht zufällig. Meist haben sie dir
irgendwann geholfen, mit schwierigen Situationen umzugehen oder
dich zu schützen. Was damals sinnvoll war, kann sich heute jedoch
belastend anfühlen.
Sobald verständlich wird, wie diese Muster entstanden sind, entsteht
oft zum ersten Mal die Möglichkeit, bewusst neue Erfahrungen zu
machen und andere Wege zu gehen.
Belastende Erfahrungen
Manche Erfahrungen liegen lange zurück - und wirken trotzdem bis
heute nach. Bestimmte Situationen, Worte oder Gefühle können
plötzlich etwas auslösen, obwohl du dachtest, längst damit
abgeschlossen zu haben.
Das bedeutet nicht, dass du schwach bist oder dich nicht genug
angestrengt hast. Manche Erlebnisse werden nicht vollständig
verarbeitet und wirken deshalb im Hintergrund weiter.
In einem geschützten Rahmen dürfen diese Erfahrungen ihren Platz
finden und nach und nach verarbeitet werden. Dabei bestimmst du
jederzeit das Tempo. Unter anderem kann EMDR
helfen, belastende Erinnerungen neu zu verarbeiten, ohne dass du
jedes Detail noch einmal erzählen musst.